Kürzlich war ich in der Nähe von Regensburg zu einer Feier eingeladen – in den Hesperidengarten.
Hesperidengarten, Hesperidengarten – irgendetwas klang in mir an. Womit verbinde ich das? War da nicht was mit Äpfeln! Die goldenen Äpfel der Hesperiden! Dazu ist in der griechischen Mythologie folgendes zu finden:
Diese goldenen Äpfel verliehen der Person, die sie isst, Unsterblichkeit / Ewige Jugend. Bewacht wurde der Garten von den Töchtern der Nacht, den Hesperiden, und einem hundertköpfigen Drachen. Der Sage nach, geht es bei der 11. Aufgabe des Herakles (Herkules) darum, dass er drei dieser goldenen Äpfel rauben soll. Er bittet Atlas, den Himmelsträger und Vater der Hesperiden, ihm bei der Bewältigung dieser schwierigen Aufgabe zu helfen. Herakles soll zunächst den Drachen mit einem Pfeilschuss töten, dann das Himmelsgewölbe tragen, bis Atlas zurück ist. Dieser will, nachdem er die Aufgabe vollbracht hat, seinen alten Platz nicht mehr einnehmen und die Äpfel lieber selber dem Eurystheus überreichen (Herakles sowie Eurystheus erhoben beide Anspruch auf den Thron von Mykene). Herakles willigt zum Schein ein, bittet jedoch darum sich ein Kissen unterlegen zu dürfen – somit setzt er die Last wieder auf Atlas Schultern ab … und macht sich mit den Äpfeln davon – Eurystheus will die Äpfel nun nicht mehr. Herakles schenkt sie daraufhin Athene, und Athene bringt sie in den Garten der Hesperiden zurück.
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Auch beim Urteil des Paris ist wiederum ein goldener Apfel dabei.

(Sandro Botticelli) http://de.wikipedia.org/wiki/Hilfe:Wikimedia_Commons
Äpfel haben in der Mythologie schon immer einen festen Platz eingenommen und wurden Göttinnen zugesprochen. Für Liebe, Erotik, Sinneslust: Aphrodite, Venus, Hathor und Iduna. Demeter für Fruchtbarkeit. Iduna besaß zudem die Äpfel, die ewige Jugend versprachen; die Hesperiden, s.o., die der Unsterblichkeit. In Avalon (übersetzt: Apfelland = das keltische Paradies) ist der Apfelbaum der Baum der Unsterblichkeit.

(Lukas Cranach)
Garten und Äpfel – da gibt es doch auch noch diese andere Geschichte von unseren „Urahnen“. . Warum durch die patriarchalisch geprägte christliche Kirche der Apfel zum Symbol der Sünde und Verführung wurde – ist ein Thema, auf das ich hier nicht weiter eingehen mag!

(Lukas Cranach)
Angelehnt an die matriachalische Mutterreligion wurde in der christlichen Symbolik später Maria mit dem Apfel dargestellt.
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