Unsere Frühjahrsblüher tragen recht kraftvolle Namen!
- BÄR lauch
- LÖWEN zahn
- HUF lattich
- BRENN nessel
Unsere Frühjahrsblüher tragen recht kraftvolle Namen!
Und kraftvolle Unterstützung für einen Frühlingskick beinhalten sie auch! Ihre Reizwirkungen steigern die Aktivität aller Körperorgane.
Nachdem vor einigen Jahren aus vielen unserer käuflichen Gemüsesorten die Bitterstoffe weggezüchtet worden sind, erinnert man sich mittlerweile wieder an ihre positive Wirkung für unsere Gesundheit.
- Sie regen z.B. den Speichelfluss und die Sekretion der Magensäfte an. Durch das rasche einsetzen des Speichelflusses tritt das Sättigungsgefühl früher ein. Somit befriedigen schon kleinere Portionen beim Essen.
- Die Fettverdauung wird durch Bitterstoffe positiv beeinflusst; bekannt sind Kräuterbitter(schnäpse …). Bitterstoffe sind also natürliche „Fatburner“.
- Bitterstoffe können die Leber stärken, den Stoffwechsel verbessern und damit auch die Cholesterinwerte senken
- Durch die verdauungsfördernde Wirkung der Bitterstoffe werden Gärungs- und Fäulnisprozesse im Darm vermindert.
- Bitterstoffe regen die Basenbildung im Organismus an und wirken damit einer Übersäuerung des Körpers entgegen.
Ursel Bühring, Leiterin der Heilpflanzenschule in Freiburg, nannte auf einem Kongress in Karlsruhe außerdem die positive Wirkung auf die Psyche: “Bitterstoffe sind Mutmacher. Sie eignen sich aufgrund ihrer tonisierenden Eigenschaften gut für Menschen, die ihre Spannkraft verloren haben, lethargisch und antriebslos geworden sind und für Menschen mit “Null-Bock-Stimmung” oder Mangel an Initiative. Sie können in diesem Sinne auch bei Depressionen unterstützend eingesetzt werden.”
Meine Lieblingsblume, weil sie überall durchkommt:, auch durch Asphalt:
LÖWENZAHN
Er ist ein hervorragendes Reinigungs- und Belebungsmittel für den ganzen Körper.
Schon immer stand der Löwenzahn in dem Ruf ein
- Heilmittel für Leber und Galle zu sein. Die Nierentätigkeit regt er ebenso an (im Volksmund Bettsoicher, Pissblume).
- Durch die ausscheidungsfördernde Wirkung werden Giftstoffe und Wasser verstärkt ausgeschwemmt.
Alle Pflanzenteile können verwendet werden. Immer ist er gesund, egal in welcher Form.
Im Frühjahr, wenn die Blätter vor der Blüte noch zart sind,

als
- Salat (gemischt mit anderen Salatblättern oder Gurke, Tomate, Radieschen, wem das solo zu bitter schmeckt) und Kräutern, z.B. Brennnessel, Bärlauch, Sauerampfer
- Löwenzahn”honig”: Blüten morgens, knapp geöffnet pflücken, mit Wasser erhitzen und 5 Min. kochen lassen. Die Flüssigkeit abgießen und mit Zucker, Zitronensaft und etwas Zitronenschale bis auf Sirupdicke einkochen; in Gläser füllen
- Löwenzahnsaft ist z.B. im Reformhaus zu erhalten. Bestens geeignet für den „Körper-Frühjahrsputz”

foto: kathrin nufer
- Löwenzahnblüten-Schnaps: 40 frische Löwenzahnblüten (aus dem Grün zupfen), 0,7 l Doppelkorn (38%) darübergießen; Flasche verschließen; 3 Wochen auf die Fensterbank stellen, täglich einmal schütteln; durch eine Kaffeefiltertüte gießen und gut verschlossen aufheben. Zur Verdauung, ein kleines Gläschen - wegen der Bitterstoffe :-)
Rezepte: “Kräuterschätze zum Kochen und Kurieren”, Markusine Guthjahr
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