Frühlingserwachen XI Körperliche Bewegung - Atem - Lunge

Dem Glück kann man im wahrsten Sinne des Wortes entgegen gehen. Jede körperliche Bewegung ist ein natürliches Antidepressivum, wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit aus, regt die Gehirnaktivität an und macht uns glücklich. Am intensivsten wirkt die Bewegung im Freien, das Licht stärkt das Glücksgefühl zusätzlich, indem der Körper dadurch Serotonin bereitstellt. Auch ganz kleine Bewegungen können glücklich machen, z.B. das Pflücken von Kräutern und Blumen. Die ersten Farben im Frühjahr sind Grün und Gelb - wundervoll geeignet,unsere Seele nach dem langen Winter und trüben Tagen mit Freude aufzuladen!

Auch unsere Lungen freuen sich über  Bewegung im Freien. Immerhin benötigen sie täglich ca. 570 Liter Sauerstoff!!!

  • Beim intensiven Einatmen können sich die ca 400 Millionen Lungenbläschen in aufgerichteten Körperhaltung richtig ausdehnen und mit dem Zwerchfell Trampolin spielen :-). Durch die Lungenbläschen tritt der Sauerstoff ins Blut über, wird von den roten Blutkörperchen gebunden und über den Blutkreislauf bis in jede einzelne Zelle transportiert. (Beim Schreiben muss ich selber immer wieder staunen, was im Körper alles geschieht, ohne dass ich mir im Alltag darüber bewußt bin; mein Staunen verbindet sich dabei mit einer großen Wertschätzung und den Gedanken, wie selten ich dafür dankbar bin, was dieses Wunderwerk Körper alles bewerkstelligt).
  • Beim Ausatmen wird das Kohlendioxyd, das bei der “Verarbeitung” der Nährstoffe im Körper entsteht, aus dem Körper befördert. Das gehört zu der Entgiftungsfunktion der Lunge. Je intensiver Sie ausatmen, desto besser tragen Sie zur inneren Körperreinigung bei.
  • Einen anderen Teil der Entgiftungsarbeit wird von einer dünnen Schleimschicht und Millionen winziger Flimmerhärchen in der Luftröhre und in den Bronchien übernommen. An ihr bleiben eingeatmete Fremdstoffe, wie z.B. (Fein-)Staub, kleben. Mit Hilfe der Flimmerhärchen werden diese dann in Richtung Mundhöhle transportiert. Wenn Sie sich während ihres “Fitness- oder Reinigungs-Programms”  vermehrt räuspern oder Schleim abhusten müssen (nicht unterdrücken), freuen Sie sich - auch, wenn Räuspern als nicht “schicklich” erscheint. Es kann ja dezent gehandhabt werden! Sie wissen nun, dass Sie das als ein Zeichen  gut funktionierender Lungenentgiftung verzeichnen können.

Gehen Sie so oft wie möglich spazieren. Dort wo Grün oder Wasser ist.  Der gleichmäßige Rhythmus des Gehens kräftigt die Muskulatur, führt zu innerer Ruhe und Gelassenheit und reinigt Körper, Seele und Geist. Wenn dann demnächst der Löwenzahn zur Pusteblume wird

Puuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuusten Sie

Pusten Sie!  Unbeschwert wie in Kindertagen!!!

Für Daheim oder bei der Arbeit:

  • Die Hände unterhalb des Nabels übereinanderlegen
  • Gedanklich hier ankommen
  • Mit dem Einatem die Arme gestreckt seitlich nach oben heben
  • Hände über dem Scheitel kreuzen
  • Mit dem Ausatem vor dem Körper bis zur Körpermitte sinken lassen
  • In den Bauch atmen
  • 3 x wiederholen

Eine Zwerchfellmassage für die Muskulatur im oberen Bauchraum, die auch Anspannungen im Schultergürtel und Nacken löst

  • Den Bauchraum entspannen
  • mit den Fingerspitzen den Zwerchfellbereich massieren
  • Mit dem Ausatem tief unter den Rippenbögen drücken und die Fingerspitzen dort langsam kreisen lassen

Fotos:Kathrin Nufer http://bilder-geschichten.blogspot.com/

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