In Märchen und Erzählungen lassen sich bedeutende Aussagen in denen Füße eine Rolle spielen finden u.a.:
Die roten Schuhe - in dem Märchen geht es darum, wie ein Mädchen sein selbstentworfenes Leben aufgibt zugunsten eines weniger anstrengenden, und sich in sichere Obhut begibt. Jedoch merkt sie bald, dass sie dort all ihre Lebendigkeit und Eigenart aufgeben muss. Verlockend rot Schuh rufen eine Erinnerung an ihr kraftvolles Leben zurück - werden jedoch zur Ersatzbefriedigung und zur gefährlichen “Sucht”. - Nur durch Weigerung in der “Gefangenschaft” der anerzogenen Rolle von Lieb, Nett und Angepasstsein zu verbleiben und ein gesundes Maß an “Wildheit” zuzulassen, kann ein eigenständiges, kraftvolles Leben gelingen.
Aschenputtel - zum Aspekt der Füße:
Die Gier danach ins Königreich zu gelangen, Königin zu werden, treibt die beiden Schwestern von Aschenputtel dazu, sich eines Bereiches ihrer Füße zu entledigen: die Großzehe wird dem männlichen Prinzip zugeordnet - die Ferse dem weiblichen. Nur Aschenputtel erfüllt die Voraussetzung, dass beide Aspekte vollkommen gleichberechtigt und ohne Verstümmelungen sein können. Das ist die Voraussetzung das “eigene Königreich” einnehmen zu können.